Tranceinduktionskippliege "Schuudan"

Der Schuudan ist eine Kippliege zur Erzeugung von Entspannungs- und Trancezuständen. "Schuudan" bedeutet auf mongolisch "Post" und weist auf die Rolle der Kippliege als Kommunikationshilfsmittel zwischen bewußten und unbewußten Inhalten des Menschen hin. Entwickelt und gebaut wurde sie in Jahre 2007 in Dresden von R. Saifoulline und M. Hermsdorf.

Eine Behandlung dauert ca. 15 Minuten. Begleitet wird der Trancevorgang mit meditativer Musik von Kuma-Um.

Schuudan

Funktionsweise:

In den Untersuchungen von Dr. Ulrich Ott zur Trance-Induktion durch passive rhythmische Bewegungen auf einer Kippliege wurden Personen in zwei unterschiedlichen Bedingungen gekippt, so dass in einem Fall die Herzratenvariabilität (HRV) gesteigert und im anderen Fall reduziert wurde. Auf diese Weise sollte geklärt werden, ob die Stimulation der Barorezeptoren bei gesteigerter HRV einen Trance-induzierenden Effekt hat. Hier: http://www.psychologie.uni-oldenburg.de/...205_04.pdf kann man ab Seite 56 darüber nachlesen.

Ausgangshypothese des Giessener Forschungsprojekts zur Psychophysiologie
veränderter Bewusstseinszustände“ (Altered States of Consciousness, ASC-Projekt) war die Hypothese, dass rhythmische Körperbewegungen eine trancefördernde Wirkung haben könnten, weil sie die Barorezeptoren stimulieren. Diese Rezeptoren sitzen unter anderem im Aortenbogen und in der Halsschlagader und reagieren auf Blutdruckschwankungen. Bei einem Anstieg des Blutdrucks nimmt ihre Aktivität zu und führt über Zentren im Hirnstamm kurzfristig zu einer Senkung der Herzrate, was in der Folge auch den Blutdruck wieder sinken lässt (Baroreflex).

Die Forschungshypothese basierte auf der Tatsache, dass eine Stimulation
der Barorezeptoren zusätzlich auch einen dämpfenden Einfluss auf das Erregungsniveau und die Erregbarkeit des Kortex ausübt, siehe Überblick in Elbert & Schandry, 1998, ganz ähnlich wie dies bei Trancezuständen zu beobachten ist. Sie nennen unter anderem: eine Zunahme langsamer EEG-Wellen, einen Anstieg der Positivität langsamer Potentiale (Anzeichen für eine Deaktivierung), die Dämpfung von Reflexen und einen Anstieg der Schmerzschwelle…

…Den höchsten Einzelzusammenhang mit der Absorptionsfähigkeit wies dabei die Korrelation der Zeitreihe der Intensität (spektrale Power) der Blutdruck- und Herzratenschwankungen auf (r=0.41). Da Blutdruck und Herzrate über den Baroreflex gekoppelt sind, weist dieser Befund im Sinne der Ausgangshypothese auf einen Zusammenhang hin zwischen der Absorptionsfähigkeit, d.h. der Neigung tranceartige Zustände zu erleben, und der Empfindlichkeit des Baroreflexes.


Und nebenbei ist es herrlich entspannend.

Schuudanieren mit Musik
Mit Didgeridoo
Don Rinatos schuudaniert
Kerstin Katrin spielt Hang
Märchenerzählerin im Trance
Nach dem Erwachen
Maximale Konzentration
die Wiese ist voll mit Menschen, die sich auf unsere Musik einlassen
Schuudan wird abgebaut